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Digitalisierung bei der Kläger Group – Ein Gespräch mit Thorsten Speck

Seit August 2025 verstärkt Thorsten Speck die Kläger Group als Digital Transformation Manager. Zum März 2026 übernimmt er zudem die Leitung der IT und Digitale Transformation auf Gruppenebene. Dadurch wird IT-Führung und Digitalstrategie in einer Rolle gebündelt und positioniert die Abteilung als Wertschöpfungspartner im Unternehmen.

Mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem tiefen Verständnis für Digitalisierung, Datenstrategien und KI unterstützt Thorsten Speck die Unternehmensgruppe auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Im Interview spricht er über die aktuellen Projekte sowie Chancen, die Digitalisierung und KI für die Kläger Group bieten.

DU BIST SEIT AUGUST BEI DER KLÄGER GROUP. WAS WIRD DEINE HAUPTAUFGABE SEIN?

Nach vielen Jahren in Konzernstrukturen habe ich mich bewusst für den Wechsel in ein mittelständisches Umfeld entschieden. Der Mittelstand ist ein zentraler wirtschaftlicher Treiber, steht jedoch vor der Herausforderung, Digitalisierung und KI gezielt nutzbar zu machen. Mit meinem Start bei der Kläger Group setze ich genau hier an und treibe die Integration digitaler und KI-gestützter Arbeitsweisen voran.

Ich bringe ein breites Wissen rund um KI, Data Governance und digitale Transformation mit. Meine Aufgabe ist es, die digitale Strategie der Gruppe aufzubauen: von Grundlagen über die Entwicklung digitaler Fähigkeiten bis hin zur Umsetzung einer auf die Gruppenziele abgestimmten Roadmap

Die Kläger Group ist wirtschaftlich stark, innovativ und nah am Kunden – das sind ideale Voraussetzungen. Was aber in vielen mittelständischen Unternehmen passiert: Digitalisierung wird oft in den Hintergrund geschoben. Die Geschäftsleitung hat diese Lücke erkannt, und jetzt holen wir gemeinsam auf.

WIE DIGITAL IST DIE KLÄGER GROUP HEUTE?

Es gab bereits Investitionen – insbesondere in moderne Arbeitsplätze, Business Applikationen und im Bereich Cyber Security. Was allerdings fehlte, ist eine übergreifende Digitalstrategie.

Über die verschiedenen Unternehmen hinweg existieren sehr moderne Anwendungen, aber sie wurden jeweils nur für eine konkrete Anforderung eingeführt. Dadurch ist unsere Applikationslandschaft recht heterogen. Wir haben die Tools, aber wir nutzen sie nicht konsequent oder durchdacht.

Die Gruppe ist zudem sehr unterschiedlich aufgestellt – vom digitalen Start-up terahash bis zur eher traditionell arbeitenden Kläger GmbH. Die Herausforderung besteht darin, diese unterschiedlichen Geschwindigkeiten in eine gemeinsame digitale Strategie zu überführen.

IN WELCHE RICHTUNG WILL SICH DIE KLÄGER GROUP ENTWICKELN?

Ein zentraler Punkt ist die Datendemokratisierung und die Nutzung von KI. Alle Mitarbeitenden sollen einfach und sicher auf die für sie relevanten Daten zugreifen können. Parallel wollen wir unsere Prozesse end-to-end digitalisieren – von der Auftragserfassung bis zum Versand. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems schaffen wir dafür gerade den Grundstein.

Mittelfristig wollen wir ein datengetriebenes Unternehmen werden, in dem Entscheidungen faktenbasiert und nachhaltig getroffen werden.

“Unsere digitale Zukunft entsteht dort, wo wir mutig handeln: Mit KI, klarer Strategie und dem Anspruch, die Kläger Group nachhaltig zu erneuern und weiterzuentwickeln.“
Thorsten Speck, Leitung IT & Digital Transformation

WIE GEHT DIE KLÄGER GROUP DAS THEMA DIGITALISIERUNG GANZ KONKRET AN?

Die Unternehmensgruppe startet ihre digitale Transformation mit einer klaren Struktur. Zunächst schaffen wir Transparenz über alle laufenden Projekte und darüber, welche Daten und Prozesse wo in welcher Qualität verfügbar sind. Darauf aufbauend führen wir ein einfaches, mittelstandsgerechtes Projektportfoliomanagement ein, das uns hilft, Prioritäten zu setzen und Digitalisierung zielgerichtet zu steuern.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Digital Maturity Assessment, mit dem wir den digitalen Reifegrad jedes Unternehmens bewerten. So erkennen wir, wie weit Prozesse bereits digitalisiert sind, welche Risiken bestehen und welche digitalen Fähigkeiten in den Teams vorhanden sind. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine fundierte Roadmap.

Als Schlüsselprojekt dient die Einführung eines neuen ERP-Systems bei Kläger und Kläger SPC, das durchgängige Prozesse ermöglicht und ein verlässliches Datenfundament schafft. Insgesamt entwickeln wir die Kläger Group damit zu einem datengetriebenen Unternehmen, in dem Daten für alle Mitarbeitenden leicht zugänglich und nutzbar sind.

WELCHE POTENZIALE BIETET DIGITALISIERUNG FÜR MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN WIE DIE KLÄGER GROUP?

Sehr große – entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind in den nächsten drei Jahren 10–20 % Effizienzsteigerung realistisch. Durch den gezielten Einsatz von KI kann sich ein Mittelständler heute außerdem stärker im Wettbewerb differenzieren als je zuvor. Leider wird KI in Deutschland häufig unterschätzt. Viele diskutieren darüber, aber wenige wissen, wie sie konkret anfangen sollen.

DIGITALISIERUNG BEDEUTET VERÄNDERUNG. WIE WERDEN DIE MITARBEITENDEN AUF DIESE REISE MITGENOMMEN?

Erfolgreiche Digitalisierung ist in erster Linie ein Change-Prozess – und kein Technologieprojekt. Entscheidend ist die Begleitung der Mitarbeitenden, und zwar auf eine Weise, die weit weniger mit Tools und Systemen zu tun hat als oft angenommen. Gerade im Mittelstand zeigt sich, wie wichtig die Nähe zu den Menschen und ihren individuellen Herausforderungen ist. Die Werte, die in der Kläger Group gelebt werden, spielen dabei eine zentrale Rolle und müssen auch in der Digitalisierung sichtbar bleiben.

Statt starrer Methoden setzen wir daher auf echte Gespräche, persönliches Verständnis und gemeinsames Lernen. Die gute Nachricht ist: Die Bereitschaft zur Veränderung ist bereits da. Viele Mitarbeitende eignen sich privat neue Kenntnisse an. Diese intrinsische Motivation greifen wir auf und unterstützen sie gezielt – damit Digitalisierung natürlich wächst.

WAS WERDEN DIE NÄCHSTEN GROSSEN MEILENSTEINE SEIN?

  1. Abschluss der Reifegradmessung.
  2. Aufbau eines klaren Digitalisierungs-Zielbildes für die nächsten drei bis fünf Jahre.
  3. Implementierung skalierbarer, zukunftssicherer Systeme – inklusive KI.

Das Ziel ist, Digitalisierung nicht mehr als „großes Projekt“ zu sehen, sondern als Normalität im Arbeitsalltag.

THEMA KI – WELCHE ROLLE WIRD KÜNSTLICHE INTELLIGENZ BEI DER KLÄGER GROUP SPIELEN?

Künstliche Intelligenz wird ein zentraler Baustein der digitalen Transformation bei der Kläger Group. Dabei gehen wir bewusst strukturiert vor: Zunächst bauen wir Kompetenzen auf und klären, wie KI funktioniert und wo sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Parallel analysieren wir, welche Daten benötigt werden und welche Qualität sie haben – nur so lassen sich tragfähige Anwendungsfälle entwickeln. Für jedes Unternehmen der Gruppe identifizieren wir mindestens einen skalierbaren Use Case, der Prozesse nachhaltig verbessert.

Wichtig ist außerdem die Weiterentwicklung bestehender Abläufe: Prozesse werden gezielt angepasst, damit KI effizient eingebunden werden kann. Mit dem Aufbau eines Competence Team stellen wir sicher, dass das Wissen über KI in die gesamte Belegschaft getragen wird und so langfristig in den Alltag integriert werden kann.

Langfristig soll KI nicht nur operative Aufgaben unterstützen, sondern auch zu einem Berater für Führungskräfte werden. Die Fähigkeit, KI richtig zu nutzen und gezielt in die Prozesse zu integrieren wird damit zu einer Schlüsselkompetenz für alle Mitarbeitenden.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir Thorsten Speck für unser Unternehmen gewinnen konnten. Er wird zukünftig nicht nur die digitale Transformation maßgeblich gestalten, sondern zusätzlich die Leitung unserer IT übernehmen. Mit seiner Expertise und seinem strategischen Blick für digitale Prozesse wird er wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Organisation setzen.

Die Digitalisierung und die Optimierung unserer Prozesse haben wir als Geschäftsleitung klar zur Top-Priorität unserer Unternehmensziele erklärt. Dabei verstehen wir IT und Digitalisierung nicht als Kostenfaktor, sondern als Enabler – als Möglichmacher und Unterstützer für nachhaltiges Wachstum und effiziente Abläufe.

Damit schaffen wir eine starke Verbindung zwischen strategischer Ausrichtung, technologischer Umsetzung und zukunftsfähigen Prozessen. Mit dieser Strategie und unseren klaren Maßnahmen und Zielen wollen wir als Familienunternehmen im Mittelstand eine Pionier- und Vorreiterrolle einnehmen.“

Kristian Kläger, CEO Kläger Group

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